Der Igel: Vorbereitungen für den Winterschlaf

 

Mitte- bis Ende Oktober, wenn das gefärbte Laub allmählich zu Boden fällt, wird es höchste Zeit für den dämmerungs- und nachtaktiven Igel einen geschützten Unterschlupf für seinen Winterschlaf zu finden. Bei so einem Winterschlaf kann die Körpertemperatur bis auf die Umgebungstemperatur absinken und der Energieverbrauch wird auf ein Minimum herabgesetzt. Dadurch kann der Igel eine mehrmonatige nahrungsarme Zeit ohne Schaden überbrücken.
Der insektenfressende Einzelgänger gehört zu den besonders geschützten Tierarten, weswegen man beim Fund eines solchen stacheligen Gesellens vorsichtig und bedacht handeln sollte. Die Aufnahme und Pflege in menschliche Obhut, ist nur in Ausnahmefällen - z.B. bei verletzten oder kranken Tieren - gestattet.
Eine solche Ausnahme ist gegeben, wenn man einen Igel nach Einbruch des Winters, also bei Dauerfrost oder Schnee findet. Dies gilt besonders bei Jungtieren bis zu einem Gewicht von 500g, und wenn der Igel allein am Tag herumirrt. Solche Tiere sind meist krank, manchmal auch zu spät im Jahr geboren und besitzen kein als Energiespeicher dringend für den Winterschlaf benötigtes Fettpolster.

Trifft dies alles zu und man entschließt sich das gefundene Tier bei sich aufzunehmen so sollte man beachten, dass nur sachkundig betreute Igel eine echte Überlebenschance haben. Aus diesem Grund sollte man immer zuerst den Tierarzt, den örtlichen Tierschutzverein oder eine Igelstation informieren. Dort erfährt man wie dem Findling am besten zu helfen ist.

Jeder Gartenbesitzer kann mit einer Totholzhecke oder aufgeschichtetem Laub kombiniert mit Schnittgut dem Igel einen perfekten Platz für den Winterschlaf bieten.