Wir über uns

Aus dem Arbeitslosenprojekt (ALP) „Holzkiste“ der evangelischen Bremischen Kirche ist Arbeit & Ökologie hervorgegangen. Unter der Trägerschaft des Ortsamtes Huchting und mit Unterstützung der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Huchting haben seit Anfang 1984 arbeitslose Menschen aus dem Stadtteil, erst in einem Raum der Gemeinde, später in einem leer stehenden Mobilbau des damaligen Schulzentrums Amersfoorter Str. unter Anleitung z. B. Bollerwagen, Regale oder kleine Möbel für gemeinnützige Einrichtungen hergestellt. Mit Gründung des Vereins Arbeit & Ökologie am 01.10.1987 wurde das bisherige Angebot deutlich erweitert. Die Zielsetzung war, neben Umgestaltungs- und Sanierungsarbeiten auf dem Schulgelände ein ökologisches Lehrgelände aufzubauen. Dazu sind verschiedene Spieleinrichtungen entstanden, das ehemalige Schulgelände Gelände wurde umgestaltet und ein Umweltbüro für Beratung und Veranstaltungen zu Ernährung, biologischem Gartenbau, Chemie im Haushalt etc. wurde eingerichtet. Mit Fördermitteln von Land und Kommune wurden dadurch im Stadtteil zusätzliche Arbeitsplätze für arbeitslose Menschen aus dem Stadtteil geschaffen. Dieser Zielsetzung ist die Einrichtung bis heute treu geblieben. Mit der Bewilligung der Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung in Siedlungen der Gewoba verlagerte sich das Tätigkeitsfeld ab 1990 zusätzlich in den Stadtteil hinein. In Folge der Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung und dem Folgeprogramm ‚Wohnen in Nachbarschaften‘ (WiN), wurden die Arbeitsschwerpunkte zunehmend um den Bereich Garten- und Landschaftsbau/Spielplatzbau ergänzt. Dies geschah insbesondere auch vor dem Hintergrund des wachsenden Bedarfes an Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für langzeitarbeitslose Menschen. Arbeit & Ökologie hat sich so kontinuierlich zu einem anerkannten Beschäftigungsträger in Bremen entwickelt.
Anfang 2002 hat Arbeit & Ökologie die Tätigkeiten als Beschäftigungsträger in eine gemeinnützige GmbH eingebracht. Arbeit & Ökologie wurde ein Betriebsteil der ÖkoNet gGmbH, zusammen mit rhizom, einem Betrieb für Bioland-Gemüsebau in Borgfeld und Wertstoff-Recycling-West, der Elektroschrott-Recycling in Walle betreibt. Bei Arbeit & Ökologie sind aktuell bis zu 35 TeilnehmerInnen beschäftigt. Die Maßnahmen sind überwiegend mit Langzeiterwerbslosen besetzt, die als sogenannte ,Schwervermittelbare mit multiplen Vermittlungshemmnissen‘ auf dem regulären Arbeitsmarkt kaum Chancen auf Beschäftigung haben. Vielfältige Anforderungen der einzelnen Arbeitsfelder bieten den TeilnehmerInnen neben der sozialen Integration auch die Chance, auf unterschiedlichem Niveau neue Fertigkeiten zu erwerben oder vorhandene Qualifikationen zu erweitern und damit einen Wiedereinstieg in den 1. Arbeitsmarkt.

Als zusätzliches Projekt bietet Arbeit & Ökologie einen Wohnumfeldservice in Huchting an. Das "Green-Team" sorgt in weiten Teilen Huchtings und in Kooperation mit ENO und Umweltbetrieb Bremen zusätzlich für die Beseitigung von Müll und Unrat, der achtlos in der Landschaft, in Beeten und auf Wegen zurückgelassen wurde.

Aus dem versiegelten ehemaligen Schulgelände in der Amersfoorter Str. wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich ein ökologisches Lehr- und Erfahrungsgelände mit z. Zt. etwa 80 verschiedenen Gartenbereichen, Biotopen und Erlebniselementen entwickelt. Das Gelände besuchen jährlich rund 4.000 HuchtingerInnen, BremerInnen aus anderen Stadtteilen und Menschen aus dem Umland. Wir bieten Umweltbildung und -beratung zu ganz unterschiedlichen Natur- und Gartenthemen für Kindergartengruppen, Schulklassen und Erwachsene. Mit dem Lehrgelände verfolgen wir das Ziel, der Bevölkerung Natur begreifbar und erfahrbar zu machen. Wir wollen Interesse wecken, einfaches Basiswissen vermitteln und für Natürliches in der alltäglichen Umgebung Augen und Ohren öffnen. Unsere Inhalte beziehen sich alle auf den nachhaltigen Umgang mit städtischem Freiraum und den Aufbau eines bewussten ökologischen Handelns.