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Jetzt Weiden schneiden für Zäune, Kletterkegel, Tippis und vieles mehr!

Das Schneiden von Kopfbäumen und dabei vor allem das der Kopfweiden ist eine Erziehungsform, die vom Menschen seit mehreren hundert Jahren wirtschaftlich genutzt wird. Mit den langen Weidenruten wurden Körbe, Zäune und Hütten gefertigt. Heute werden Weiden kreativ und naturnah beim Bau von Spielräumen z.B. für Tippis oder Weidentunneleingesetzt. Als Rankhilfen für verschiedene Kletterpflanzen passen Weidenkegel in jeden Garten. Auch beim Gestalten von lebenden oder toten Weidenzäunen mit unterschiedlichen Höhen ist der Phantasie keine Grenze gesetzt. Neben den wirtschaftlichen und gestalterischen Gesichtspunkten ist der ökologische Wert von geschnittenen Kopfweiden zu nennen. Mehr als 180 Insektenarten bietet eine Kopfweide Lebensraum. Zudem nutzen höhlenbrütende Vogelarten und kleine Säugetiere die durch Vermorschung des Holzes entstandenen Hohlräume.

Weiden können in der Zeit der Vegetationsruhe vom 1. November bis Ende Februar, allerdings nur vor Beginn der Blütezeit geschnitten werden, weil sie als eine der ersten blühenden Pflanzenarten zu den wichtigen Nahrungsquellen der Bienen und Hummeln zählen. Die Erlaubnis zum Schnitt muß bei den Grundstückseigentümern, Forstämtern oder anderen zuständigen Ämtern eingeholt werden.

Für den Bau von lebenden Objekten wird Weide verwendet, weil sie leicht wieder Wurzeln schlagen. Besonders gut sind die Korbweiden (Salix viminalis), die Reifweiden (Salix daphnoides) und die Purpurweiden (Salix purpurea) geeignet. Für die Flechtarbeit werden lange, biegsame Ruten benötigt, die am besten von verschiedenen Weidearten und Haselsträuchern gewonnen werden können. Zwischen Schnitt und Verarbeitung müssen die Triebe 40-50cm Tief an einem schattigen Platz eingeschlagen und fest angetreten werden. Bei Gefahr des Austrocknens muss gewässert werden.

Arbeit & Ökologie führt Flechtkurse zu unterschiedlichen Themen durch, baut Kinderspielelemente aus Weide oder informiert über die Möglichkeiten des Bauens mit Weiden theoretisch oder auf unserem ökologischen Lehr- und Erfahrungsgelände mit praktischen Beispielen.